Fortschrittskontrolle

Aufgabe

Fertigstellungsgrad ist das Verhältnis der noch zu erledigenden Arbeit zur Gesamtarbeit (oder zum bereits erledigten Teil). Zur Unterstützung werden diese Informationen aber erst dann, wenn das „erledigte“ eine --> Qualität bekommt (QS-Grad, Restfehler, Risiko, etc.) und auch für das noch „offene“ eine gute --> Vorhersagbarkeit gegeben ist. Die Vergangenheit ist nicht mehr beeinflußbar. Daher ist die Fortschrittskontrolle ein Werkzeug für das zur Zielerreichung erforderliche Management. Die zentrale Frage lautet: Wie stark bleibt das bisherige Tempo erhalten? In der Regel nimmt die Zunahme der Fertigstellung / Zeiteinheit ab. Die Prognose der Inhalte eines (mit Termin versehenen) Releases wird sicherer, wenn sich diese auf offene Themen UND künftiges Tempo stützt. Auf dieser Basis kann über „must have-“ oder „nice to have-“ Features diskutiert werden; mit dem Ziel, etwas weniger Inhalt um ein Vielfaches sicherer fertigstellen zu können. Eine Visualisierung ist das zentrale Element für die Fortschrittskontrolle. Wichtig ist die Möglichkeit, sich im Drill-down zu den konkreten Issues vorzuarbeiten, die Ansatzpunkte für ein aktives Management der Zielerreichung geben.

Lösung

Fortschrittsverfolgung Es werden Definitionen formuliert, was „Fortschritt“ ist und was „fertig“ bedeutet. Einflußfaktoren sind: Einzelaufgaben mit ihrer Schätzung und dem verbrauchten Aufwand, sowie insbesondere objektive Angaben (Testergebnis) und subjektive Einschätzungen der Entwickler. Diese Definitionen sind teamabhängig und über Firmen hinweg keineswegs vergleichbar. Allein die Granularität der Planung unterscheidet sich um Größenordnungen. Eine eingeschwungene Fortschritts-Systematik liefert demgegenüber in der konkreten Umgebung optimale Aussagen über den Stand der Softwareentwicklung. Dabei entscheidet nicht der absolute Wert einer definierten Messgröße, sondern deren Veränderung innerhalb einer Entwicklung oder im Vergleich zu einem Vorprojekt mit vergleichbaren Rahmenbedingungen. Ticketsystem Auch hier sind sinnvolle Tickets und ein Verwaltungssystem, aus dem Informationen zur Visualisierung und zum Drill-down abgeleitet werden können, Voraussetzung (--> Qualitätssicherung). Trend & Prognose Historisierungsdaten über den Verlauf der bisherigen Entwicklung sind Grundlage für eine Trendbetrachtung und Prognose. Es gibt weitere, „weiche“ Faktoren, die bei der Prognose hinzugefügt werden müssen (z.B. die Erfahrung, daß je größer der Fortschritt ist, desto mehr Nacharbeiten kommen, die den Fortschritt wiederum hemmen). Hierzu gibt es in den Teams immer Best-practices, die in die Prognose einfließen. Einen Teil der Prognose kann der Manager über subjektive Parameter beeinflussen – indem z.B. Fallbeispiele „durchgerechnet“ werden (was passiert, wenn ich 20% meiner Ressourcen ans Bugfixing setze...).

Überblick

Innere Qualität

mehr lesen

Qualitätssicherung

mehr lesen

Vorhersagbarkeit

mehr lesen

Wiederverwendung

mehr lesen

Prozesshomogenität

mehr lesen

Fortschrittskontrolle

mehr lesen

Time-to-Market

mehr lesen